Angst vor der Selbstständigkeit

Der eigene Chef zu sein, stell für viele Leute ein Traum dar. Den meisten fehlt aber der Mut, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Diese Angst vorm Versagen ist nicht unbegründet: es gibt zahlreiche Beispiele für gescheiterte Ideen und Misserfolge bei beim Selbstständigmachen. Wirtschaftliche Risiken bestehen aber auch für bereits etablierte Unternehmen. Nicht wenige fanden sich nach verpassten Chancen oder schlechten Entscheidungen in der Insolvenz wieder.

Obwohl die Angst vorm Scheitern eine gewisse Berechtigung hat, sollte sie einen nicht aufhalten, dem Erfolg entgegen zu streben. Wichtig ist, die tatsächlichen Risiken und Gefahren zu erkennen, die Angst zu bezwingen, und sich eine effektive Strategie zurecht zu legen, die zum Erfolg führt.

Warum fürchten wir uns vor der Selbstständigkeit?

Als Hauptgrund kann man wahrscheinlich die Angst vor Misserfolgen nennen. Kann meine Geschäftsidee im Markt tatsächlich Früchte tragen? Selbstzweifel kommen auf. Wer alles auf eine Karte setzt fragt sich, wie es bei allfälligem Scheitern weitergehen soll. Bekommt man als gescheiterter Unternehmer noch einen Job oder ist man als Sozialfall abgestempelt? Auch die Konkurrenz kann äusserst einschüchternd wirken. Wie schaffe ich es, mich neben wahrscheinlich erfahreneren Mitbewerbern durchzusetzen?

Ein weiterer Hinderungsgrund kann natürlich auch der Zeitaufwand darstellen. Wer sich selbstständig macht, muss nämlich viel Zeit investieren. Darunter leidet dann meist das Privatleben. Die Zeit für Partnerschaft und Familie wird eingeschränkt und auch für Freizeit bleibt wahrscheinlich nicht viel übrig. Gerade in der Startphase variiert in den meisten Fällen auch das monatliche Einkommen. Gerade in Kombination mit der Familiensituation kann dies selbstverständlich zu Unbehagen führen.

Wie überwinde ich die Angst?

Um Ängste zu überwinden benötigt es Mut. Nur gibt es diesen leider nicht einfach im Regal zu kaufen. Es braucht Überzeugungen und Selbstvertrauen. Doch wie baut man das auf?

Wichtig ist, die eigenen Ängste zu analysieren. Wer sich seiner Angst stellt und die tatsächliche Problematik rational betrachtet, kann viel über deren eigentlichen Gehalt lernen. Die Absprache mit Nahestehenden bezüglich der finanziellen und zeitlichen Aufwendungen, kann äusserst aufschlussreich sein und einem helfen sich im eigenen Vorhaben zu bestärken. Doch sind auch externe Perspektiven ein hilfreicher Input. Beispielsweise können Unternehmensberater wertvolle Ratschläge geben, die mehr Klarheit schaffen.

Es ist hilfreich, schon vor dem Schritt in die Selbstständigkeit Netzwerke aufzubauen. Erfahrungen und Tipps von ehemaligen Kollegen oder bekannten Unternehmern können einem Halt geben in der heutigen, oftmals verwirrenden Unternehmerwelt.

Welche Strategie?

Wer seine Angst überwunden hat, steht nun vor der Frage: Wie kann ich meinen Betrieb richtig aufziehen? Dafür sind unterschiedliche Überlegungen zu berücksichtigen:

Heutzutage gehört es schon fast zum Standartvorgehen, eine fachkundige Beratung in Anspruch zu nehmen. Diese muss nicht zwingend etwas kosten: Wer seine Kontakte richtig nutzt, kann wertvolle Feedbacks erhalten und wiederum anderen helfen, wenn der Einstieg in die Selbstständigkeit erfolgreich war.

Generell sollte man bei der Gründung eher langsam vorgehen und Nichts überstürzen. Sinnvollerweise reduziert man die aktuelle Beschäftigung ein wenig, um nebenbei Gründerluft zu schnuppern und rauszufinden, ob man das Zeug zum zur Selbstständigkeit hat.

Weitere Artikel

papierlos

Papierloses Büro: Wunsch- oder Albtraum?

Das Thema hat den Status erbaulicher Sonntagslektüre verlassen. Datenschutzgesetze und brandaktuelle Fragen zur Cyber Security zwingen zur Auseinandersetzung mit den aktuellen Herausforderungen.

Weiterlesen

visionen

Visionen – Wie du deine Firma nach Vorne bringst

«Wenn Sie Visionen haben, sollten Sie den Hausarzt aufsuchen.» Der Satz stammt vom ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt. Allerdings hat er dabei eher scherzhaft an Halluzinationen gedacht als an den nötigen Weitblick von Unternehmern.

Weiterlesen

banken

Banken: Brauchen wir sie noch?

Seit 1995 sind in der Schweiz von gut 400 Banken noch etwa 250 übrig geblieben. Vor dem Hintergrund von Digitalisierung und alternativen Währungen stellt sich die Frage, ob wir die Banken in ihrer bisherigen Form überhaupt noch brauchen.

Weiterlesen