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Gründung

Freelancer - Was ist das? Alles Wichtige kompakt erklärt

Von

Philipp Smolarz

·

Veröffentlicht am

19.07.2022

Entspannter Freelancer

Freelancer kann man als „freier Mitarbeiter“ ins deutsche Übersetzen. Meistens werden damit Arbeiter einer bestimmten Branche bezeichnet, die Aufgaben für eine Unternehmung persönlich ausführt. Die Anstellung ist zwar vertraglich vereinbart, es handelt sich dabei jedoch nicht um einen normalen Arbeiter der ins Unternehmen eingegliedert ist.

Definition

Ein Freelancer erhält vom Arbeitgeber, meistens von mehreren gleichzeitig, Aufträge und führt diese aus. Das Beschäftigungsverhältnis unterscheidet sich dabei vom typischen Arbeitnehmer. Die Begriffe „Freelancer“ und „Freischaffenden“ sind nicht gleichzusetzen. Die Bezeichnung „Freischaffender“ beschreibt anders als beim Freelancer, nicht das Beschäftigungsverhältnis, sondern den spezifischen Beruf. Freischaffend ist ein Allgemeinbegriff für gewisse wissenschaftliche und kreative Berufe, beispielsweise Juristen, Psychologen oder Architekten. Die beiden Begriffe sind daher nicht synonym zu verwenden, da es sich auf das Dienstverhältnis bezieht. Die Bezeichnung Freelancer gibt demnach noch keine Hinweise auf den tatsächlichen Beruf.

Merkmale

Ein Freelancer ist normalerweise ein eigenständiger Mitarbeiter der meistens in den Branchen IT, Beratung oder Werbung beschäftigt ist. Dieser wird in der Regel für ein bestimmtes Projekt und auf begrenzte Zeit engagiert. Wird ein solches Projekt abgeschlossen, kann die Unternehmung den Beschäftigten für ein weiteres anstellen. Freischaffende können als Freelancer funktionieren, umgekehrt müssen diese jedoch nicht zwingend einen freischaffenden Beruf ausüben. Freelancer sind meist hochqualifizierte oder spezialisierte Personen.

Die Arbeitskonditionen eines Freelancers können bezüglich Arbeitszeit und Einsatzort häufig frei gestaltet werden. Meist hat er jedoch keinen Anspruch auf einen räumlichen Arbeitsplatz innerhalb des Unternehmens. Da die freien Mitarbeiter nicht in die Organisationstruktur eines Betriebs eingebunden werden, sind sie auch nicht weisungsgebunden. Die Entlohnung erfolgt aufgrund eines Dienstvertrages im Stundenlohn pauschal oder aber umfassend durch einen Werkvertrag. Es ist daher nicht untypisch, dass aufgrund der wechselnden Beschäftigungen das Einkommen von Monat zu Monat schwankt. Die Akquisition von Aufträgen liegt in der Verantwortung des Freelancers selbst. Dasselbe gilt für soziale Absicherungen sowie die Versteuerung seiner Einkünfte.

Freelancer

Was ist zu beachten?

In der Schweiz tätige Freelancer müssen Beiträge an die AHV, die IV sowie die EO entrichten. Sie sind als selbstständigerwerbende Personen jedoch nicht gegen Arbeitslosigkeit und nicht obligatorisch gegen Unfall versichert. Das Obligatorium der berufliche Vorsorge (2.Säule) entfällt.

Auftragsakquisition

Freelancer akquirieren ihre Aufträge häufig über Netzwerke, die für die jeweilige Branche Kontakte knüpft. Natürlich ist diesbezüglich das Internet eine zentrale Anlaufstelle. Die Plattformen bieten dabei sowohl Netzwerke für Freelancer auf Auftragssuche, als auch solche für Unternehmen auf der Suche nach Arbeitskraft sind. Häufig kommt das Arbeitsverhältnis aufgrund von Empfehlungen anderer Unternehmungen zu Stande.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Freelancer?

Ein Freelancer ist ein freier Mitarbeitender, der Aufträge für Unternehmen auf selbstständiger Basis übernimmt. Im Gegensatz zu fest angestellten Mitarbeitenden ist ein Freelancer nicht in die Organisation des Unternehmens eingegliedert und arbeitet häufig gleichzeitig für mehrere Auftraggeber.

Was ist der Unterschied zwischen einem Freelancer und einem Freischaffenden?

Die Begriffe werden oft verwechselt, beschreiben jedoch unterschiedliche Dinge. Freelancer bezeichnet die Art des Beschäftigungsverhältnisses, während Freischaffende bestimmte wissenschaftliche oder kreative Berufe wie Architekten, Juristen oder Psychologen umfassen. Ein Freischaffender kann als Freelancer arbeiten, ein Freelancer muss jedoch nicht freischaffend tätig sein.

Welche Merkmale zeichnen Freelancer aus?

Freelancer arbeiten häufig projektbezogen und zeitlich befristet. Sie sind meist auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert, beispielsweise in den Bereichen IT, Beratung oder Werbung. Arbeitszeit und Arbeitsort können sie oft frei wählen, gleichzeitig sind sie selbst für die Akquisition neuer Aufträge verantwortlich.

Welche Sozialversicherungen gelten für Freelancer in der Schweiz?

Freelancer müssen in der Schweiz Beiträge an die AHV, IV und EO leisten. Sie sind jedoch nicht gegen Arbeitslosigkeit versichert und unterliegen auch nicht der obligatorischen Unfallversicherung oder der beruflichen Vorsorge (2. Säule), sofern keine entsprechenden freiwilligen Lösungen abgeschlossen werden.

Wie finden Freelancer neue Aufträge?

Viele Freelancer gewinnen neue Aufträge über berufliche Netzwerke, Online-Plattformen oder persönliche Empfehlungen. Gerade Empfehlungen bestehender Kunden oder Geschäftspartner spielen bei der Auftragsakquisition eine wichtige Rolle.

Welche Verantwortung tragen Freelancer selbst?

Freelancer sind selbst für ihre Auftragsakquisition, ihre soziale Absicherung und die Versteuerung ihrer Einkünfte verantwortlich. Da sie projektbezogen arbeiten, kann das Einkommen von Monat zu Monat schwanken. Eine sorgfältige Finanzplanung ist daher besonders wichtig.

Über den Autor

Philipp Smolarz

Inhaber und Geschäftsführer pebe AG

Seit weit mehr als einem Jahrzehnt ist Philipp Smolarz als Unternehmer in der Softwarebranche tätig. Seine Fachkenntnisse in der Buchhaltungsbranche fundieren auf die langjährige Praxiserfahrung in leitender Position. Neben seinem tiefgreifenden Branchenwissen liegen seine Kernkompetenzen insbesondere in der Strategieentwicklung, der Unternehmens- und Personalführung sowie im Marketing & Vertrieb.

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