Sie richten in der Schweiz jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe an, und die Tendenz steigt. Bevorzugte Opfer sind inzwischen mittelgrosse Unternehmen, weil sie sich kaum die nötigen Spezialisten für Schutzmassnahmen leisten können. Dank ICT SWITZERLAND steht jetzt ein Selbsttest für KMU zur Verfügung.
Wer macht so was und warum?
Allgemein bekannt ist, dass international tätige Organisationen gezielt und mit grossem Aufwand Angriffe durchführen. Der Zweck: Einerseits Schaden anrichten, andererseits Daten und Informationen klauen – von Personendaten bis zu technischen Informationen, um den Schutz von geistigem Eigentum zu unterlaufen bzw. Mitbewerber zu kopieren. Immer häufiger tauchen aber auch Einzelgänger auf, die aus Ehrgeiz, Spass oder Hass einem Unternehmen schaden wollen. Wer sich dagegen schützen will, ist auch gut beraten, eigene Schwachstellen in der Organisation und der IT zu eruieren. Nicht immer sind schlechte Motive der Grund für einen Schaden, sondern schlicht menschliche Schwächen wie Vergesslichkeit oder Nachlässigkeit.
Was unternehmen die Behörden?
Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) hat einen Minimalstandard für die IKT-Resilienz (Beständigkeit gegen Risiken im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien) entwickelt. Mehr Infos dazu findet man auf bwl.admin.ch. Obwohl sich die Empfehlung grundsätzlich an Betreiber von kritischen Infrastrukturen richtet, findet jede KMU wertvolle Hinweise.
Wozu raten die Fachleute?
Was für den Datenschutz galt, trifft zweifellos auch bei diesem Thema zu: Es lohnt sich allemal, IT und Organisation einer gesamtheitlichen Betrachtung zu unterziehen. Letzten Endes geht es um die Sicherheit von Daten, ohne die ein Unternehmen schlicht nicht mehr existieren kann. Dazu gehört auch eine umfassende Analyse von Risiken. Spätestens beim Erstellen des Jahresberichts für eine AG wird die Revision ggf. den obligatorischen Beitrag zu diesem Punkt einfordern.
Wie kommt man zum Test?
Um Firmen und Organisationen bei einem ersten Schritt zu unterstützen, haben mehrere Organisationen (darunter die Verbände ICT-Switzerland, Information Security Society Switzerland und die Organisation Schweizerische Normen-Vereinigung) einen Cybersecurity-Schnelltest entwickelt. Unter digitalswitzerland.com steht er kostenlos zur Verfügung.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Cybersecurity für KMU so wichtig?
Der Beitrag erklärt, dass Cyberangriffe in der Schweiz jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe verursachen. Während früher vor allem Grossunternehmen betroffen waren, geraten heute zunehmend kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ins Visier, da ihnen häufig die personellen und finanziellen Ressourcen für umfassende Schutzmassnahmen fehlen.
Wer steckt hinter Cyberangriffen auf Unternehmen?
Laut Beitrag werden Cyberangriffe sowohl von international organisierten Gruppen als auch von Einzeltätern durchgeführt. Die Motive reichen vom Diebstahl von Personen- und Unternehmensdaten über Wirtschaftsspionage bis hin zu Sabotage aus Ehrgeiz, Frust oder persönlichen Beweggründen. Nicht jeder Sicherheitsvorfall ist jedoch auf Angriffe zurückzuführen – auch menschliche Fehler wie Nachlässigkeit oder Vergesslichkeit können erhebliche Schäden verursachen.
Welche Empfehlungen gibt es für Schweizer KMU?
Der Beitrag verweist auf den Minimalstandard für die IKT-Resilienz des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL). Obwohl dieser ursprünglich für kritische Infrastrukturen entwickelt wurde, enthält er auch für KMU wertvolle Empfehlungen, um die eigene Informations- und Kommunikationstechnologie besser gegen Risiken abzusichern.
Warum sollten Unternehmen ihre Risiken ganzheitlich betrachten?
Der Beitrag betont, dass Cybersicherheit nicht nur ein IT-Thema ist. Neben technischen Schutzmassnahmen sollten Unternehmen auch ihre Organisation, Prozesse und Risiken analysieren. Ziel ist es, Daten und Informationen umfassend zu schützen, da sie zu den wichtigsten Unternehmenswerten gehören.
Was ist der Cybersecurity-Schnelltest für KMU?
Um Unternehmen den Einstieg in das Thema Cybersicherheit zu erleichtern, haben mehrere Schweizer Organisationen – darunter ICT Switzerland, die Information Security Society Switzerland (ISSS) und die Schweizerische Normen-Vereinigung (SNV) – einen kostenlosen Cybersecurity-Schnelltest entwickelt. Er unterstützt KMU dabei, ihren aktuellen Sicherheitsstand einzuschätzen und erste Schwachstellen zu erkennen.
Ersetzt der Cybersecurity-Schnelltest eine umfassende Sicherheitsanalyse?
Nein. Der Beitrag beschreibt den Schnelltest ausdrücklich als ersten Schritt, um Unternehmen für Cyberrisiken zu sensibilisieren und eine erste Standortbestimmung vorzunehmen. Auf Basis der Ergebnisse können KMU gezielt weitere Massnahmen planen, um ihre Organisation und IT-Sicherheit nachhaltig zu verbessern.





