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Gründung

Checkliste Unternehmensgründung - Alles im Überblick

Von

Philipp Smolarz

·

Veröffentlicht am

19.07.2022

Checkliste für Unternehmensgründung

Haben Sie kürzlich eine eigene Firma gegründet? Holen Sie sich hier Tipps zum reibungslosen Ablauf. Im Folgenden finden Sie eine Checkliste, mit der Sie die wichtigsten Aspekte Ihres Unternehmens abdecken können.

Mitarbeiter

Wenn Sie Mitarbeiter beschäftigen oder auch wenn Sie alleine tätig sind, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:

  • Melden Sie sich bei einer Ausgleichskasse an. Die Liste ist unter ahv-iv.info zu finden.
  • Schliessen Sie die obligatorischen Verträge ab. Bspw. das BVG (Berufsvorsorgegesetz für das Alter, bei Todesfällen oder Invalidität) oder das UVG (Unfallversicherungsgesetz) sowohl ausser- wie innerbetrieblich. Üblicherweise werden diese bei einer privaten Versicherungsgesellschaft abgeschlossen oder aber bei der SUVA.
  • Nehmen Sie die Lohnzahlungen vor. Mithilfe des pebe Live Lohns können Sie im Handumdrehen die Lohnzahlungen verwalten. Die vielfältigen Funktionen ermöglichen Ihnen eine vollumfängliche Handhabung von der Berechnung bis zu Auszahlung, respektive der Vorbereitung der Zahlungsaufträge. In pebeLOHN können Sie ausserdem sämtliche Berichte erstellen, sowie obligatorische Statistiken übermitteln.
  • Überprüfen Sie die Anforderungen betreffend der Quellensteuer, sofern Sie planen ausländisches Personal einzustellen.
  • Schliessen Sie sich einer Familienausgleichskasse an.
  • Schliessen Sie eine Kollektiv-Krankenversicherung ab. Damit gewährleisten Sie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, falls sie unter Umständen verpflichtet werden weiter Löhne zu zahlen

Mehrwertsteuer

In diesem Abschnitt überprüfen Sie, in welchem Masse sie verpflichtet sind Mehrwertsteuern zu zahlen. Dies kann von mehreren Faktoren abhängen. Um abzuklären, ob Sie Mehrwertsteuerpflichtig sind, schauen Sie auf der Website der Eidgenössischen Steuerverwaltung vorbei.

Erreicht Ihre Firma in den ersten Jahren den steuerbaren Mindestumsatz nicht, sind sie folglich nicht steuerpflichtig. Falls Sie jedoch grössere Investitionen tätigen, ist es von Vorteil, sich freiwillig einer Besteuerung zu unterstellen. Dadurch können Sie vollumfänglich die Vorsteuer auf Ihre Investitionen und anderen Auslagen geltend machen und diese folglich in der Startphase in Abzug bringen.

Verpflichtung zur Buchhaltung

Juristische Personen, Einzelfirmen und sämtliche Firmen mit einem Jahresumsatz von mindestens CHF 100‘000 sind verpflichtet, eine doppelte Buchhaltung zu führen.

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Gewinn- oder Kapitalsteuer?

Ihre Firma wird auf dem Nettogewinn sowie dem Geschäftskapital besteuert. Diese Steuer berechnet sich aufgrund des tatsächlich erwirtschafteten Gewinns ab dem Gründungstag. Im Jahr der Gründung hat man die Möglichkeit zwischen einer Kurzjahr- oder Langjahrversteuerung zu wählen. Ersteres schliesst per Ende des ersten Steuerjahres. Letzteres schliesst per Ende des darauf folgenden Steuerjahres.

Fakturieren

In Ihrem Businessplan haben Sie Ziele definiert, welche es zu erreichen gilt. Es ist daher äusserst wichtig, die finanzielle Situation sowie die Liquidität kontinuierlich zu überprüfen.

Leistungsfähige Programme, wie z.B. pebe Live, ermöglichen es Ihnen unter Anderem QR-Rechnungen zu generieren, die entsprechenden Zahlungseingänge zu überprüfen, sowie Kontoauszüge oder allfällige Mahnungen zu verschicken.

Achten Sie bei der Wahl der Software unbedingt darauf, dass sie ISO 20022 fähig ist. Ab dem Sommer 2018 ist dies der neue Standard im Zahlungsverkehr. Die Zahlungen werden dann unter anderem mit QR-Codes abgehandelt. Erfahren Sie mehr unter www.six-group.com.

Häufig gestellte Fragen

Welche administrativen Aufgaben gehören zu einer Unternehmensgründung?

Zu den wichtigsten administrativen Schritten gehören die Anmeldung bei der AHV-Ausgleichskasse, der Abschluss der erforderlichen Sozialversicherungen sowie – bei Mitarbeitenden – die Prüfung der Quellensteuer und der Anschluss an eine Familienausgleichskasse. Je nach Unternehmen sind zudem weitere gesetzliche Vorgaben zu erfüllen.

Wann muss sich ein Unternehmen für die Mehrwertsteuer anmelden?

Ob eine Mehrwertsteuerpflicht besteht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere vom erzielten Umsatz. Unternehmen, die den gesetzlichen Mindestumsatz nicht erreichen, sind grundsätzlich nicht mehrwertsteuerpflichtig. Bei grösseren Investitionen kann jedoch eine freiwillige Unterstellung sinnvoll sein, um Vorsteuern geltend zu machen.

Wann ist eine doppelte Buchhaltung vorgeschrieben?

Juristische Personen, Einzelunternehmen und andere Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens CHF 100'000 sind verpflichtet, eine doppelte Buchhaltung zu führen. Sie bildet die Grundlage für eine gesetzeskonforme Finanzbuchhaltung und den Jahresabschluss.

Welche Steuern fallen nach einer Unternehmensgründung an?

Unternehmen werden auf ihrem Nettogewinn und Geschäftskapital besteuert. Im Gründungsjahr kann je nach Situation zwischen einer Kurzjahr- und einer Langjahrbesteuerung gewählt werden. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von den individuellen Verhältnissen des Unternehmens ab.

Warum ist eine professionelle Rechnungsstellung wichtig?

Eine strukturierte Rechnungsstellung unterstützt Unternehmen dabei, ihre Liquidität im Blick zu behalten. Moderne Software erleichtert die Erstellung von QR-Rechnungen, die Kontrolle von Zahlungseingängen sowie das Mahnwesen und trägt damit zu einer effizienten Finanzverwaltung bei.

Welche Versicherungen sollten Gründer berücksichtigen?

Beschäftigen Unternehmen Mitarbeitende, müssen unter anderem die berufliche Vorsorge (BVG) sowie die Unfallversicherung (UVG) abgeschlossen werden. Zusätzlich kann eine Kollektiv-Krankenversicherung sinnvoll sein, um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall abzusichern.

Über den Autor

Philipp Smolarz

Inhaber und Geschäftsführer pebe AG

Seit weit mehr als einem Jahrzehnt ist Philipp Smolarz als Unternehmer in der Softwarebranche tätig. Seine Fachkenntnisse in der Buchhaltungsbranche fundieren auf die langjährige Praxiserfahrung in leitender Position. Neben seinem tiefgreifenden Branchenwissen liegen seine Kernkompetenzen insbesondere in der Strategieentwicklung, der Unternehmens- und Personalführung sowie im Marketing & Vertrieb.

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