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Zukunft

Angst vor der Selbstständigkeit

Von

Philipp Smolarz

·

Veröffentlicht am

17.11.2022

Angst vor der Selbstständigkeit

Der eigene Chef zu sein, stell für viele Leute ein Traum dar. Den meisten fehlt aber der Mut, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Diese Angst vorm Versagen ist nicht unbegründet: es gibt zahlreiche Beispiele für gescheiterte Ideen und Misserfolge bei beim Selbstständigmachen. Wirtschaftliche Risiken bestehen aber auch für bereits etablierte Unternehmen. Nicht wenige fanden sich nach verpassten Chancen oder schlechten Entscheidungen in der Insolvenz wieder.

Obwohl die Angst vorm Scheitern eine gewisse Berechtigung hat, sollte sie einen nicht aufhalten, dem Erfolg entgegen zu streben. Wichtig ist, die tatsächlichen Risiken und Gefahren zu erkennen, die Angst zu bezwingen, und sich eine effektive Strategie zurecht zu legen, die zum Erfolg führt.

Warum fürchten wir uns vor der Selbstständigkeit?

Als Hauptgrund kann man wahrscheinlich die Angst vor Misserfolgen nennen. Kann meine Geschäftsidee im Markt tatsächlich Früchte tragen? Selbstzweifel kommen auf. Wer alles auf eine Karte setzt fragt sich, wie es bei allfälligem Scheitern weitergehen soll. Bekommt man als gescheiterter Unternehmer noch einen Job oder ist man als Sozialfall abgestempelt? Auch die Konkurrenz kann äusserst einschüchternd wirken. Wie schaffe ich es, mich neben wahrscheinlich erfahreneren Mitbewerbern durchzusetzen?

Ein weiterer Hinderungsgrund kann natürlich auch der Zeitaufwand darstellen. Wer sich selbstständig macht, muss nämlich viel Zeit investieren. Darunter leidet dann meist das Privatleben. Die Zeit für Partnerschaft und Familie wird eingeschränkt und auch für Freizeit bleibt wahrscheinlich nicht viel übrig. Gerade in der Startphase variiert in den meisten Fällen auch das monatliche Einkommen. Gerade in Kombination mit der Familiensituation kann dies selbstverständlich zu Unbehagen führen.

Wie überwinde ich die Angst?

Um Ängste zu überwinden benötigt es Mut. Nur gibt es diesen leider nicht einfach im Regal zu kaufen. Es braucht Überzeugungen und Selbstvertrauen. Doch wie baut man das auf?

Wichtig ist, die eigenen Ängste zu analysieren. Wer sich seiner Angst stellt und die tatsächliche Problematik rational betrachtet, kann viel über deren eigentlichen Gehalt lernen. Die Absprache mit Nahestehenden bezüglich der finanziellen und zeitlichen Aufwendungen, kann äusserst aufschlussreich sein und einem helfen sich im eigenen Vorhaben zu bestärken. Doch sind auch externe Perspektiven ein hilfreicher Input. Beispielsweise können Unternehmensberater wertvolle Ratschläge geben, die mehr Klarheit schaffen.

Es ist hilfreich, schon vor dem Schritt in die Selbstständigkeit Netzwerke aufzubauen. Erfahrungen und Tipps von ehemaligen Kollegen oder bekannten Unternehmern können einem Halt geben in der heutigen, oftmals verwirrenden Unternehmerwelt.

Welche Strategie?

Wer seine Angst überwunden hat, steht nun vor der Frage: Wie kann ich meinen Betrieb richtig aufziehen? Dafür sind unterschiedliche Überlegungen zu berücksichtigen:

  • Was biete ich meinen Kunden?
  • Worin besteht für meine Kunden ein Mehrwert gegenüber den Konkurrenzprodukten?
  • Wer ist meine Zielgruppe?
  • Versuche ich den Gesamtmarkt anzusprechen oder nur bestimmte Personenkreise?
  • In welchem geografischen Umfang möchte ich wirtschaften?
  • Wie hoch ist mein Budget?
  • Kann auf lange Sicht ausreichend Zeit und Geld gewährleisten?
  • Wie kann ich effizient werben?
  • Wo kann ich mir nötige Unterstützungen sichern?

Heutzutage gehört es schon fast zum Standartvorgehen, eine fachkundige Beratung in Anspruch zu nehmen. Diese muss nicht zwingend etwas kosten: Wer seine Kontakte richtig nutzt, kann wertvolle Feedbacks erhalten und wiederum anderen helfen, wenn der Einstieg in die Selbstständigkeit erfolgreich war.

Generell sollte man bei der Gründung eher langsam vorgehen und Nichts überstürzen. Sinnvollerweise reduziert man die aktuelle Beschäftigung ein wenig, um nebenbei Gründerluft zu schnuppern und rauszufinden, ob man das Zeug zum zur Selbstständigkeit hat.

Häufig gestellte Fragen

Warum haben viele Menschen Angst vor der Selbstständigkeit?

Der Beitrag nennt als Hauptgrund die Angst vor dem Scheitern. Viele Gründer zweifeln daran, ob ihre Geschäftsidee am Markt erfolgreich sein wird oder ob sie sich gegen bestehende Mitbewerber durchsetzen können. Hinzu kommen Sorgen über die berufliche Zukunft, falls das Unternehmen nicht erfolgreich ist.

Welche Herausforderungen bringt die Selbstständigkeit mit sich?

Neben den finanziellen Risiken weist der Beitrag auf den hohen Zeitaufwand hin. Besonders in der Startphase müssen Selbstständige viel Zeit investieren, wodurch Familie, Partnerschaft und Freizeit oft zu kurz kommen. Zudem kann das Einkommen anfangs stark schwanken, was zusätzliche Unsicherheit mit sich bringt.

Wie kann ich die Angst vor der Selbstständigkeit überwinden?

Der Beitrag empfiehlt, die eigenen Ängste bewusst zu analysieren und die tatsächlichen Risiken sachlich zu bewerten. Gespräche mit nahestehenden Personen über finanzielle und zeitliche Auswirkungen sowie der Austausch mit Unternehmensberatern oder anderen Unternehmern können helfen, mehr Klarheit und Selbstvertrauen zu gewinnen.

Warum ist ein Netzwerk für angehende Selbstständige wichtig?

Laut Beitrag lohnt es sich, bereits vor der Gründung ein Netzwerk aufzubauen. Erfahrungen und Tipps von ehemaligen Kollegen, Unternehmern oder anderen Kontakten können wertvolle Unterstützung bieten und helfen, typische Fehler zu vermeiden. Gleichzeitig können persönliche Kontakte den Einstieg in die Selbstständigkeit erleichtern.

Welche Fragen sollte ich vor der Gründung beantworten?

Der Beitrag empfiehlt, sich vor dem Start unter anderem mit folgenden Fragen auseinanderzusetzen: Welchen Mehrwert biete ich meinen Kunden? Wer ist meine Zielgruppe? In welchem Markt möchte ich tätig sein? Wie hoch ist mein Budget? Wie möchte ich werben und welche Unterstützung benötige ich? Eine klare Strategie bildet die Grundlage für einen erfolgreichen Unternehmensaufbau.

Sollte ich mich sofort vollständig selbstständig machen?

Nicht unbedingt. Der Beitrag empfiehlt, den Schritt in die Selbstständigkeit nicht zu überstürzen. Sinnvoll kann es sein, die bisherige Beschäftigung zunächst zu reduzieren und parallel erste Erfahrungen als Gründer zu sammeln. So lässt sich herausfinden, ob die Selbstständigkeit zur eigenen Lebenssituation passt und ob die Geschäftsidee tragfähig ist.

Über den Autor

Philipp Smolarz

Inhaber und Geschäftsführer pebe AG

Seit weit mehr als einem Jahrzehnt ist Philipp Smolarz als Unternehmer in der Softwarebranche tätig. Seine Fachkenntnisse in der Buchhaltungsbranche fundieren auf die langjährige Praxiserfahrung in leitender Position. Neben seinem tiefgreifenden Branchenwissen liegen seine Kernkompetenzen insbesondere in der Strategieentwicklung, der Unternehmens- und Personalführung sowie im Marketing & Vertrieb.

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